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Intraokularlinsen - von der Standardlinse bis zur justierbaren IOL, der Calhoun Linse



Die moderne chirurgische Augenheilkunde bietet im Rahmen der Katarakt-OP wesentlich mehr, als nur den Ersatz der getrübten eigenen Linse mit einer sog. Intraokularlinse. Denn die kleinen als Ersatz eingesetzten Kunststoffscheibchen haben es heutzutage in sich! Es lohnt sich den kleinen Überblick einmal zu lesen.

Für weitere Erklärungen und Ihre Fragen stehen Ihnen die entsprechenden Mitarbeiter des MEC zur Verfügung.

Refraktive Intraokularlinsen: Alle Linsen, die einen Brillenwert korrigieren wirken refraktiv.

A. Die Standardlinse: Diese Linse korrigiert Kurz- und Weitsichtigkeit

B. Die asphärische Linse: Lichtanteile, die die Mitte oder die Seite einer Linse treffen, werden unterschiedlich abgelenkt, sodass es nicht zur Bildung eines kleinen Brennpunktes kommt, sondern eher zu einer Fläche. Dies vermeidet die asphärische Linse und bietet daher ein besonders gutes Bild bei weiter Pupille. Nächtliches Autofahren wird dadurch sicherer C. Die multifokale Linse: Diese Linse bildet mehrere Brennpunkte, für Nähe und die Ferne. Dadurch ist scharfes Sehen in verschiedenen Distanzen möglich. Voraussetzung für die Implantation ist eine gesunde Makula – das Sehzentrum.

Bei A+B sicher und bei C oft braucht man eine zusätzliche Brille, wenn die Augen besonders belastet werden.

D. Die Calhoun-LAL: Ein völlig neues System! Nach der Kataraktoperation wird genau bestimmt, wie stark die erforderliche Brille sein muss. Wenn eine Calhoun eingesetzt worden ist, kann man diese Linse im Inneren des Auges nachbestrahlen und die Brillenwerte auf Null setzen. Man kann sogar die Augen zwischen rechts und links etwas unterschiedlich einstellen. Ein Auge bekommt den Schwerpunkt „Ferne“, das andere „Nähe“. Diese Linse heißt deshalb in der Literatur auch "light adjustable lens".

E. Torische Linse: Alle oben genannten Linsen gibt es auch mit einem Ausgleich für den Astigmatismus. Diese Linsen heißen „torisch“

Linsen aus der Gruppe A+B+C+E können zusätzlich zur eigenen Linse eingesetzt werden, Dies bietet sich an, wenn eine dicke Brille das Sehen stört und noch keine Katarakt vorliegt.

Refraktive Zusatzlinsen: Diese Linsen schwimmen entweder auf der eigenen Linse, hinter der Pupille, oder stützen sich in der Vorderkammer ab.

F. „Add on“ - Diese Linsen kommen "obendrauf" wie es der Name sagt und können zusätzlich multifokal oder torisch sein.

G. PRL-Zeiss: Dies ist eine Speziallinse, die auf der eigenen Linse schwimmt.

Spezielle refraktive Linsen haben im Gegensatz zum Excimer-Laser den Vorteil, dass man sie notfalls wieder entfernen kann. Das minimiert das operative Risiko.

H. Stromale Ringimplantation: Von den refraktiven chirurgischen Verfahren, ist auch die Hornhaut-Ringimplantation umkehrbar. Die Ringe (genauer sind es ¾ Bogensegmente) sind in ihrem Ergebnis nicht ganz so genau. Sie werden an der Grenze der Hornhaut zur Lederhaut, mit einem kleinen Abstand, eingesetzt und führen dadurch zu einer Abflachung der zentralen Hornhaut. Besonders gut lassen sich leichte Kurzsichtigkeiten korrigieren.